Die Preise für Sprit sind in den vergangenen Monaten ganz enorm gestiegen, und es ist noch kein Ende des Preisanstiegs in Sicht. Bei immer mehr Bürgern machen sich diese enormen Kosten ganz deutlich bemerkbar, so dass einige bereits immer häufiger ihr Auto stehen lassen. Es gibt aber genug Leute, die auf ihr Auto angewiesen sind, zum Beispiel wenn Sie jeden Tag eine weitere Strecke zur Arbeit fahren müssen. Schon vor einigen Jahren haben sich die Autohersteller Gedanken über Alternativen gemacht und Fahrzeuge entwickelt, welche mit Autogas betrieben werden. Die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen wird immer größer, so dass einige Modelle bereits in Serie produziert werden. Allerdings muss man für ein Auto, welches mit Autogas betrieben wird, momentan noch rund 2.000 bis 3.000 mehr bezahlen, als für ein Fahrzeug mit Ottomotor. Dafür kann man von wesentlich geringeren Betriebskosten profitieren und obendrein noch von Steuervergünstigungen des Staates. Normalerweise sind auch die Serienfahrzeuge bivalent, das heisst, dass sie sowohl mit Autogas als auch mit Benzin betrieben werden können. Dazu verfügen die Autos über zwei separate Tanks, so dass man ohne Tankstopp wesentlich weitere Strecken zurücklegen kann. In Deutschland gibt es bisher noch kaum Serienfahrzeuge, die mit Autogas betrieben werden, da Gasantrieb hier noch nicht so weit verbreitet ist. Anders sieht es da im benachbarten Ausland, zum Beispiel in Frankreich und in Polen aus, wo Autogas viel weiter verbreitet ist. Deshalb bieten französische Autohersteller, wie Renault, schon seit längerer Zeit Serienfahrzeuge mit Autogas-Antrieb an. Sicher wird die Fahrzeugindustrie in Deutschland auch bald diesen Trend erkennen, und ihr Angebot der Nachfrage anpassen. In Deutschland bietet seit Anfang des Jahres Chevrolet alle seine Modelle wahlweise auch mit Autogas-Antrieb an. Der Autohersteller Chrysler hat angekündigt, sein Modell C300 auch bald mit Autogas-Betrieb auf den Markt zu bringen. Momentan werden die folgenden Modelle mit Autogasbetrieb angeboten. Der Hersteller Cadillac bietet seine Modelle Escalade, CTS, STS und SRX mit einem Tank für Autogas an. Bei Chevrolet sind es der Matiz, der Aveo, der Lacetti, der Rezzo, der Nubira, der Epica und der HHR. Citroen bietet seine Autogas-Fahrzeuge bisher nur in Italien und in den Niederlanden an. Daihatsu fertigt momentan den Terios serienmäßig, geplant ist auch der Materia. Ford stattet bereits den Focus 2.0, den C-Max 2.0 und den Transit 2.3 mit Autogas-Antrieb aus. Der Hersteller Hyundai bietet momentan nur den Tucson mit Autogas-Betrieb an, viele weitere Modelle sind jedoch in Planung. Den Jeep Patriot ECO+ gibt es auch bereits serienmäßig für den Betrieb mit Autogas, genauso wie den Mazda 6 2.0. Lada und Kia haben bereits einige Modelle auf den Markt gebracht, bei Mitsubishi Italien sind es der Lancer Saloon 1.6 Bi-Fuel und der Kombi 1.6 Bi-Fuel. Renault bietet seine Autogas-Fahrzeuge bisher nur in Italien und Frankreich an, da dort die Nachfrage wesentlich größer ist. Auch Seat und Skoka bieten Autogas-Fahrzeuge nur in Italien an, in Deutschland ist momentan keine serienmäßige Fertigung geplant. Von Opel sind der Corsa, der Meriva, der Astra, der Zafira und der Vectra auf Wunsch mit Autogas-Antrieb erhältlich, Volkswagen rüstet seinen Sharan und seinen Caddy auf Wunsch damit aus. Viele Hersteller bieten spezielle Nachrüstsätze an, die dann in Vertragswerkstätten eingebaut werden können. Von einer Serienfertigung kann man in Deutschland eigentlich noch nicht sprechen, da der Autogas-Antrieb bisher nur auf Kundenwunsch eingebaut wird. Wenn die Spritpreise jedoch weiterhin so steigen, und die Vorzüge des Autogases in der Öffentlichkeit bekannter werden, wird es auf dem Markt einige große Veränderungen geben, so dass die Fahrzeughersteller einige Fahrzeuge mit Autogasantrieb wohl auch in Serie fertigen werden
Autogas in Serienfahrzeugen
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